Schule soll aufs Leben vorbereiten

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Höxter. Jusos beschließen Bürgeranträge im Kreistag und in den Stadträten zu stellen um die jungen Menschen mehr für die Demokratie zu begeistern und zu sensibilisieren.

Die Jusos im Kreis Höxter setzen ihre Linie fort und mischen sich aktiv in das politische Geschehen ein.  In ihrer Sitzung haben sie beschlossen einen Bürgerantrag in die Stadträte und den Kreistag einzubringen. Nach dem  erfolgreichen Antrag zum Fun-Ticket, der die Situation des ÖPNV für Jugendliche im Kreis zu verbesserte, fordern sie in dem neuen Antrag die Einführung von Juniorwahlen an den Schulen im Kreis. Stattfinden sollen diese Wahlsimulationen zu allen allgemeinen Bürgermeister-, Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahlen. In diesem Zusammenhang verweisen die Jusos auf das Projekt Juniorwahl (www.juniorwahl.de), welches auf dem Wege unterstützend tätig sein kann.

„Die Schülerinnen und Schüler beklagen, dass sie innerhalb der Schullaufbahn zu wenig auf das spätere Leben vorbereitet werden. Zu dem späteren Leben gehört auch die Teilnahme an den verschiedenen Wahlen. Durch die Einführung von Juniorwahlen an den Schulen erhoffen wir uns mehr Begeisterung für die Demokratie und Politik zu erreichen und, dass die jungen Menschen auch auf den Ablauf einer Wahl vorbereitet sind“, so Marcel Franzmann, Kreisvorsitzender der Jusos Höxter. Die Jusos verweisen dabei auf verschiedene Studien, wie bspw. der Universität Stuttgart, die aufgezeigt haben, dass die Einführung von Juniorwahlen spürbare Auswirkungen auf die Wahlbeteiligung hat. So gehen nicht nur mehr junge Menschen zur Wahl, sondern auch die Wahlbeteiligung der Eltern steigert sich.

Ab welchem Alter die Wahlen durchzuführen sind überlassen die Jusos bewusst der Entscheidung und pädagogischen Verantwortung der Lehrkräfte und Schulleitung. „Wir wollen den Rahmen schaffen, der es den Schulen ermöglicht solche Wahlen durchzuführen. Wir sprechen uns dafür aus die Wahlen in einer Unterrichtsreihe im Politikunterricht einzubetten, um die Schüler fachlich vorzubereiten“, so die Jusos zusammenfassend. Der Kreis Höxter und die Städte sollen dabei für alle Schulen die Organisation der Wahl übernehmen und gegebenenfalls Kosten für Material und Vorbereitung tragen.

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